Fragen und Antworten zur Allergien und Allergenen

Was versteht man unter Hauptallergenen?

Es gibt vierzehn Lebensmittel, die bei Europäern besonders häufig allergische Reaktionen auslösen. Damit dem Verbraucher bei einer bestehenden Allergie die Orientierung erleichtert wird und er die entsprechenden Lebensmittel meiden kann, gibt es seit 2005 in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für diese Zutaten in verpackten Waren. Selbst kleinste Mengen dieser sogenannten Hauptallergene, die als Zutaten enthalten sind, müssen auf der Verpackung angegeben werden. Ausnahmen gibt es nicht.

Kennzeichnungspflichtige Zutaten sind glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch (Milcheiweiß, Laktose), Nüsse, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, sowie seit Ende 2008 Lupine und Mollusken (Weichtiere wie etwa Schnecken) und daraus hergestellte Erzeugnisse.

Nicht nur die Rohstoffe sondern auch vorverarbeitete Produkte aus diesen Allergenen müssen angegeben werden.  So muss nun angegeben werden, ob die Stärke im Keks aus Weizen oder ob das Lecithin in der Schokolade aus Soja oder aus Ei hergestellt wurde. Somit erhalten Allergiker mehr Informationen und eine erleichterte Lebensmittelauswahl.

Bei 3 PAULY werden Gluten, Milch (Laktose), Eier, Nüsse, Erdnüsse, Sesam, Soja, Lupine und Schwefel auf der Vorderseite der Verpackung angezeigt, wenn auf den Zusatz  bei der Herstellung bewusst verzichtet wird.

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Was ist der Unterschied zwischen einer Lebensmittelallergie und einer –unverträglichkeit?

Häufig werden die Begriffe Lebensmittelallergie und -unverträglichkeit als Synonym verwendet, dabei muss man die Allergie von der Unverträglichkeit klar abgrenzen. Bei einer Unverträglichkeit entstehen die Symptome nicht durch eine Überreaktion des Immunsystems, sondern zum Beispiel durch Nahrungsbestandteile oder bestimmte Zusatzstoffe.  

Lebensmittelallergie

Als Allergie wird eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf Fremdstoffe bezeichnet, die eigentlich keine Gefahr für den Körper darstellen. Ein eigentlich harmloser Fremdstoff (wie zum Beispiel Kuhmilcheiweiß) wird vom Körper als gefährlich eingestuft. Zum Schutz bildet das Immunsystem spezifische Antikörper gegen diesen scheinbaren Fremdstoff. Dieser wird damit zum Allergieauslöser.

Es kommt zu einer Vielzahl von Entzündungsreaktionen, die beim Betroffenen körperliche Beschwerden auslösen. Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufversagen, Asthma, Entzündungen an Augen- und Nasenschleimhaut sowie Juckreiz und Rötungen der Haut, Neurodermitis und Entzündungen sein. Die Reaktion wird dabei nicht vom kompletten Lebensmittel ausgelöst, sondern von der Eiweißkomponente (zum Beispiel Sojaeiweiß, Kuhmilcheiweiß).

Der Schweregrad ist je nach Allergen unterschiedlich. Allergien auf Nüsse und Erdnüsse können bereits im Kindesalter schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Hier müssen Betroffene und deren Familien strikte Diätmaßnahmen einhalten.

Lebensmittelunverträglichkeit (auch Lebensmittelintoleranz)
Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit ist der Körper nicht in der Lage bestimmte Stoffe aufzunehmen und zu verarbeiten. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Generell sind die Unverträglichkeitsreaktionen auf Störungen von Enzymen zurückzuführen, die für die Spaltung oder Aufnahme bestimmter Nahrungsbestandteile zuständig sind. 

Der Enzymmangel oder -defekt kann entweder angeboren oder erworben sein. Zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören unter anderem die Unverträglichkeit auf Gluten, Laktose, Fructose, Sorbit und auch die Histaminintoleranz.  Die Symptome zeigen sich vor allem in körperlichen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, aber auch Juckreiz, Rötungen und Schwellungen können auftreten.

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