Sojaallergie

In der vegetarischen Küche spielt die Sojabohne als wichtiger Eiweißlieferant eine herausragende Rolle.

Doch auch viele Menschen mit traditionellen Ernährungsgewohnheiten verzichten zunehmend auf den Verzehr tierischer Produkte und greifen zu sojahaltigen Lebensmitteln. Viele wissen nicht, dass für Personen, die unter einer Sojaallergie leiden, bereits ein Schluck Sojamilch oder ein Bissen Tofu lebensgefährlich sein kann.

Um beschwerdefrei leben zu können, ist eine Ernährung ohne allergieauslösende Lebensmittel notwendig. Falls Sie oder ein Familienmitglied von einer Soja-Allergie betroffen sind, sollten Sie auf alle Sojaprodukte konsequent verzichten.

Soja wird heutzutage wegen der guten technologischen Eigenschaften in vielen Lebensmitteln eingesetzt. Achten Sie also insbesondere auf industriell hergestellte Lebensmittel und Fertigprodukte, zum Beispiel auf

  • Backwaren
  • Fertigpizzen
  • Schokolade
  • Tütensuppen
  • Lebensmittel aus Soja wie Sojamilch, -joghurt, -soße,
  • Tofu
  • Exotische Lebensmittel (z.B. Miso, Tempeh, Yuba oder Natto)
  • Brat- und Backfett
  • Koch- und Salatöl

Falls Sie sicher gehen möchten, verzichten Sie konsequent auf alle Fertigprodukte und bereiten Ihre Mahlzeiten stets selbst zu.

Übrigens: Sojasprossen sind in Wirklichkeit Keimlinge der Mungobohne. Diese dürfen Sie bedenkenlos essen, auch wenn Sie unter einer Sojaallergie leiden.

Eine sojafreie Kost ist bei ausgewogener Ernährung kein Problem. Schwierig wird es nur bei Veganern und Vegetariern, die auch auf Milch, Eier, Fleisch, Fisch als wichtige Eiweißlieferanten verzichten. Sie können beispielsweise auf Hülsenfrüchte zurückgreifen.

Einkaufstipps:

Da Soja zu den Hauptallergenen zählt, muss es in der Zutatenliste als Bestandteil aufgeführt werden. Achten Sie also auch hier immer auf die Zutatenliste.

Soja wird in Form von Sojalecithin als Emulgator vor allem in Gebäcken, Kuchen, Eis oder in Schokolade eingesetzt. Aber auch Sojaflocken, Sojaöl oder Sojamehl finden in der Industrie vielseitig Anwendung. Meiden Sie Nahrungsmittel mit Zutaten wie E322, E426, Okara, Shoyu, Lecithin, Kinako und TVP.

Lassen Sie sich von einer allergologisch geschulten Ernährungsfachkraft beraten und unterstützen.