Erhöhtes Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen bei Kindern mit Allergien

In einer US-amerikanischen Studie wurde evaluiert, ob es einen Zusammenhang zwischen Allergien und Herzkreislauf-Erkrankungen gibt.  Hierzu wurden 13.275 Kindern im Alter von bis zu 17 Jahren zu ihrer Krankheitsgeschichte sowie Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen befragt.

Die Auswertungen der Befragung zeigten, dass Kinder mit Asthma und Heuschnupfen ein signifikant höheres Risiko für Übergewicht, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Hyperlipidämie aufweisen. Bei Kindern mit allergischen Ekzemen konnte ein signifikant erhöhtes Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit festgestellt werden- nicht jedoch für Bluthochdruck.

Die Entzündungen bei Heuschnupfen oder Asthma könnten dem erhöhten Risiko von Herzkreislauf-Erkrankungen beitragen, da sie unabhängig von dem Risikofaktor Übergewicht auftraten. Darüber hinaus bewegen sich Kinder mit starkem Asthma weniger als ihre gesunden Altersgenossen, was sich negativ auf den Blutdruck und Blutfette auswirken könnte. Eine Allergie könnte somit schon in einem sehr frühen Alter die Weichen für spätere Herzkreislauf-Erkrankungen stellen. Daher ist es bei Kindern mit Allergien besonders wichtig, den Blutdruck und die Blutfettwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. Bestenfalls kann daraufhin das Herzkreislauf-Erkrankungs-Risiko durch eine frühzeitige Änderung des Lebensstils gesenkt werden. Wissenschaftler warnen jedoch davor, die Ergebnisse zu stark zu gewichten, da die absoluten Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen bei allergischen und gesunden Kindern nur gering unterschiedlich waren.

 

Quelle: Jonathan I. Silverberg: Atopic disease and cardiovascular risk factors in US children, The Journal of Allergy and Clinical Immunology, Dezember 2015, Article in press, http://dx.doi.org/10.1016/j.jaci.2015.09.012