Getreidelexikon

Buchweizen

Buchweizen gehört zur botanischen Gattung der Knöterich-Gewächse. Die dreikantigen Samen sehen wie winzig-kleine Bucheckern aus. Unter der harten, braunen Fruchtschale der Buchweizenkörner sitzt ein grünlich-brauner Kern, der zu Mehl vermahlen wird.

Buchweizen ist glutenfrei und wird in Grützen, Bratlingen, Klößen, Pfannkuchen, Torten oder geröstet in Müslis verwendet. Als Mehl verleiht der Buchweizen Brot, Waffeln und anderen Backwaren ein kräftiges, nussig-würziges Aroma.

Dinkel

Dinkel ist eine uralte Getreideart, die als Urform des Weizens gilt. Jedoch ist das Dinkelkorn – im Gegensatz zum Weizen – fest mit der Spelze (Schale) verwachsen. Dadurch ist es zwar besser geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Produktionsschritt, um den Spelz vom Dinkelkorn zu entfernen.

Dinkelprodukte erfreuen sich heute größter Beliebtheit. Viele Teig- und Backwaren werden mit Dinkelmehl hergestellt. Gebäcke und Brote aus Dinkel haben den Vorteil, dass sie länger frisch bleiben und sich durch einen besonders aromatischen Geschmack auszeichnen.

Hafer

Auch Hafer ist – wie Weizen und Roggen – eine uralte europäische Kulturpflanze. Als Hafergrütze oder Haferbrei war er früher Bestandteil des täglichen Speiseplans. In England ist Hafergrütze als „Porage“ bekannt und erfreut sich als gesundes Frühstück größter Beliebtheit. Zahlreiche Menschen sind davon überzeugt, dass Hafer besonders gut für ihre Darmgesundheit ist.

Hirse

Hirse zählt zu den glutenfreien Getreidearten und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Es gibt verschiedene Hirsesorten. Während die Kolbenhirse meist als Vogelfutter verwendet wird, dient das runde, goldgelbe Korn der Rispenhirse als Speisehirse.

Eine Besonderheit der Hirse: die Nährstoffe sind im ganzen Korn enthalten und konzentrieren sich nicht nur auf die äußeren Schichten. Das quellfähige Korn wird daher in der Vollwerternährung als hochwertiges Getreide sehr geschätzt und zählt – neben dem Hafer – zu den Getreidearten mit einem sehr hohen ernährungsphysiologischen Wert.

Mais

Mais ist amerikanischen Ursprungs und mit über 2,50 Meter Höhe die wohl beeindruckendste Pflanze unter den Getreidearten.

Dabei kann Mais besonders vielseitig eingesetzt werden: Die goldgelben Maiskörner eignen sich hervorragend als Gemüsebeilage oder für Salate. Zu Grieß gemahlen wird Mais zur Basis für Polenta – als Mehl kann er zu Pfannkuchen, Pudding oder Kuchen verarbeitet werden. In Lateinamerika ist Maismehl seit Jahrhunderten die Basis für Tortillas – ein weit verbreitetes Grundnahrungsmittel. Bei Kindern ist Mais besonders beliebt, wenn er zu Popcorn oder Cornflakes verarbeitet wurde.

Auch wenn Mais glutenfrei ist, sollte bei Zöliakie darauf geachtet werden, speziell glutenfreie Maisprodukte zu kaufen. Denn bei vielen Cornflakes werden neben Mais auch andere, glutenhaltige Zutaten verwendet.

Reis

Reis stammt ursprünglich aus Südostasien und ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen: Für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist er das Hauptnahrungsmittel schlechthin.

In den meisten asiatischen Sprachen sind die Worte für Reis und für Essen identisch. Das zeigt, welche große Bedeutung das Getreide für die Ernährung in Asien hat, wo der Reis schon seit rund 7000 Jahren kultiviert wird.

Die Reispflanze, mit lateinischem Namen Oryza sativa, gehört zur Familie der Gräser, ist glutenfrei und zeichnet sich durch seine große optische und geschmackliche Vielfalt aus. Zu Flocken verarbeitet wird Reis häufig als Zutat für Babybrei, Süßspeisen, Suppen oder auch Müsli-Mischungen verwendet. Reismehl oder Reismehlmischungen eignen sich aufgrund ihrer Verkleisterungseigenschaften sehr gut für die Herstellung glutenfreier Brot- und Backwaren.

Teff

Teff (auch Zwerghirse genannt) ist eine Pflanze aus der Familie der Gräser und stammt ursprünglich aus Äthiopien. Das Korn ist so klein, dass es mitsamt der Spelze zu Vollkornmehl verarbeitet wird. Damit ist Teff eine der wenigen glutenfreien Getreidearten, die als Vollkornmehl vermahlen wird. Das Mehl ist reich an Ballaststoffen und enthält wertvolle Eiweißstoffe. Das köstliche Teff-Aroma ist mild, nussartig und leicht süß.

Bei allen diesen Vorteilen beweist das kleine Teffkorn auch eine großartige Vielfalt: für Brote, Gebäcke, Snacks, Pfannkuchen und Paniermehl – und sogar als Bindemittel für Suppen und Soßen – ist Teffmehl eine ideale Grundlage.

Teff ist bei „Glutenfrei-Bäckern“ sehr beliebt, da es viel unkomplizierter zu verarbeiten ist – auf den Milligramm genaues Abwiegen entfällt! Das sehr gute Wasserbindungsvermögen sorgt dafür, dass Teffprodukte sehr lange weich und saftig bleiben.

3 PAULY bietet ein vielfältiges Sortiment an glutenfreien Broten, Mehl und Nudeln, die Teff Mehl enthalten.

Weizen

Weizen gehört zu den ältesten europäischen Kulturpflanzen. Es wird vermutet, dass das Weizenmehl in Europa seit jeher zur Herstellung von Brot verwendet wurde. Dank des hohen Gehalts an Klebereiweiß (Gluten) können mit Weizenmehl außerordentlich lockere und saftige Brote gebacken werden.

Der Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen ist besonders hoch, wenn das volle Weizenkorn (mit Keimling und Schale) vermahlen wird. Solches Weizenvollkornmehl findet sich beispielsweise in unseren 3 PAULY Knusperkeksen.